Perspektiven in einem spannenden Beruf

Zahnersatzbedarf in der Zukunft

Wird der Beruf des Zahntechnikers zukĂĽnftig aussterben, weil die Mundgesundheit der Patienten sich ständig verbessert? Nein - so ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Thomas Kerschbaum unter dem Titel "Zahnersatzbedarf bis zum Jahr 2020". Karies und Parodontitis werden zwar zurĂĽckgehen. Die Zahl fehlender Zähne verringert sich bei den Erwachsenen allerdings bis 2020 auch unter den gĂĽnstigsten Bedingungen nur gering.
Es kommt dafür aber zur zunehmenden Verschiebung des Zahnverlustes ins höhere Alter. Daraus resultiert für die zahnärztliche Prothetik: Es wird zu Verlagerungen mit stärkerem Einsatz von:

  • Einzelzahnversorgungen bei JĂĽngeren,
  • festsitzendem Ersatz (BrĂĽcken) im mittleren Alter und
  • implantatgetragenen Ersatzes kommen.

Die Versorgungen werden damit eher noch aufwändiger. Die demografische Entwicklung und der anhaltende Wellnesstrend tun ihr Übriges. Lebensqualität wird zum wichtigsten Anlass, sich prothetisch behandeln zu lassen.

Man sieht: Qualifizierte Zahntechnikerinnen und Zahntechniker werden auch zukĂĽnftig gebraucht.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung gibt es verschiedenste Möglichkeiten der Weiterbildung. Zunächst sei einmal der wichtige Bereich der betrieblich-praktischen Fortbildung genannt. Auch nach bestandener Gesellenprüfung ist es von großer Bedeutung, sich durch praktische Erfahrung weiter zu verbessern und selbstständiger im Arbeiten zu werden. Wer hier das nötige Talent und den entsprechenden Ehrgeiz mitbringt, hat sicherlich innerbetriebliche Aufstiegschancen.

Weiterbildung und ständiges Lernen ist auch wegen der neuen Technologien im Zahntechniker-Handwerk wichtig. CAD-/CAM-Technologien sind ein Beispiel dafür, dass sich das Berufsbild des Zahntechnikers dynamisch wandelt.

Nach entsprechender Berufserfahrung bietet sich fĂĽr besonders talentierte junge Menschen die Möglichkeit, sich auf die MeisterprĂĽfung vorbereiten zu lassen und diese vor der Handwerkskammer abzulegen.

Zahntechnik kann man heute bei Vorliegen bestimmter Zugangsvoraussetzungen sogar studieren. Der Studiengang "Dentale Technologie" bietet an der FH OsnabrĂĽck diese Option mit späteren Perspektiven z.B. in Unternehmen der Dentalindustrie.

 

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